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31.12.25

Prost Neujahr!

Ja, Silvester … hab Wäsche abgehängt und zusammengelegt und das Bett frisch überzogen. Wie schnell doch so ein Jahr vergeht … (Scherz. Hab ich im Februar oder so gemacht). Dann zwei Toast gegessen, Kaffee gemahlen, derweil Wasser gekocht, blabla.

Heut vor nem Jahr haben sie mich grad aus der Krankenstation in der Reha freigelassen, wo mich ne massive Panikattacke beim Abendessen hingebracht hatte (nee, so schlimm war das Essen dann doch nicht). Ich saß da, konnt mich nicht mehr bewegen, innerlich hab ich getobt wie ein Tier, das die Käfigwände hochgeht, eine am Tisch hat das gesehen und gefragt, ob alles ok ist, weil ich »gar nicht gut« aussehen würd und ich konnt grad noch »Nee« flüstern. Am Tag vorher war der Typ neben mir beim Frühstück in den Teller gefallen (echt, der ist einfach nach vorne gekippt und lag dann mit der Nase im halben Wurschtbrötchen, die andere Hälfte hing ihm zum Mund raus) und wir dachten schon, er ist tot, war er aber nicht, sie haben ihn wieder hingekriegt und deswegen waren alle noch ein bissl aufgekratzt.

Sie hat der Oberküchentante Bescheid gesagt, daß sie ne Schwester rufen soll, die hat aber rumgezickt und gemeint, sie soll halt den Notfallknopf drücken, die waren da überall und wenn man gedrückt hat, kam dreimann- oder frauhoch das Notfallteam mit Defribilator und was weiß ich und das war immer ziemlicher Streß für alle. Die Oberküchenzicke hat also nicht angerufen und meine Tischkollegin ist mit mir ganz langsam zur nächsten Station getippelt und ich war arg froh, daß mich jemand am Arm berührt, weils eigentlich das einzige ist, das mir da hilft, wenn mich jemand berührt, in den Arm nimmt oder so, aber normalerweise ist halt niemand da oder es rennen hundert Leute rum, aber keiner merkt irgendwas und wenn doch einer was merken würd, würden sie denken, daß ich besoffen oder zugedrogt bin oder was weiß ich und sie würden eher weglaufen oder die Polente holen, als mir zu helfen. Sone Panikattacke allein ist was, das ich echt keinem wünsch (wobei … ein paar fallen mir doch ein, zb solche aus dem Satz vorher und nur, damit sie vielleicht was dabei lernen) und wenn man keinen Notarzt rufen will, weil das dann wieder siebzig Euro kostet, die man nicht hat, wirds nicht grad einfacher. Da heißts dann Augen zu oder manchmal auch auf und atmen und durch und hoffen, daß es nicht doch ein Herzinfarkt oder Schlaganfall oder sowas ist und es besser wär, wenn usw usf. 

Auf der Station haben sie mir dann Blutdruck gemessen und das ganze Gedöns, in nen Rolli gepackt und zur Krankenabteilung gefahren. Da wieder das gleiche und EKG und EKV und ASF und WTF und was es da sonst noch gibt, haben nix gefunden und dann durft ich wieder gehen. Und weil ich froh war, daß es doch nur ne Panikattacke war (die davor war schon ca drei Monate her), gings mir schon besser und ich hab zur Schwester gesagt, daß sie mich eigentlich mit dem Rolli rüberfahren könnt, dann könnten wir noch ein bissl quatschen und das hat sie gemacht. Sie sah auch ziemlich gut aus und hatte klasse Möpse, was ich da aber nicht mehr sehen konnte, weil sie ja hinter mir war beim Schieben, aber man kann nicht alles haben.

Als ich wieder in meiner Bude war, kam später noch ne Ärztin und hat ne viertel, halbe Stunde mit mir gequatscht und mir empfohlen, daß ich »was Lustiges« im TV gucken soll und ich dacht »Oh Gott« und kurz vor Zwölf bin ich in den sechsten Stock hoch, hab das Fenster aufgerissen und das Feuerwerk angeuckt und runtergeguckt und mich gewundert, daß man da oben die Fenster aufmachen kann und dann hab ichs schnell wieder zugemacht, weil solche Höhen auf mich ne Anziehung haben, bei der ich mir selber nicht mehr vertrau.

Nachher, kurz vor Zwölf, geh ich rauf und guck das Feuerwerk an und anschließend noch raus und quassel ein bissl mit den Nachbarn, wenn welche da sind und dann wars das mal wieder mit Silvester. Aber jetzt muß ich erst noch ne Bettelmail an die Geldeintreiber schreiben und hoffen, daß ich nicht wieder irgendnen Termin verbaselt hab. Das wär schlecht.

Guten Rutsch!


(Bild: Bett frisch überzogen. Wie schnell doch so ein Jahr vergeht)

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