Ausgewählte Blindtexte Schnipsel, Stammtischparolen, Zettel u.a. –

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13.02.26

Mokassins

Meine Nachbarin (nicht die, die andere) hat mir neulich sone Ikea-Tasche (sone gutealte (die will sie auch bald wieder (was ich hundertprozentig nachvollziehen kann)) mit Schuhen gebracht, aus denen ihre Pubertiere innerhalb von zwei Tagen rausgewachsen waren, weil ich erwähnt hatte, daß ich keine brauchbaren Winterstiefel hab (zu eng, zu kalt, zu undicht). Habe dabei gelernt, daß Ikea die gutenalten Taschen aus dem Verkehr gezogen und durch neue (doofe!) ersetzt hat, was ich sehr bedauere, weil ichs beizeiten versäumt hab, mir eine zu klauen, wobei »beizeiten« heißt: damals (natürlich damals, ab einem gewissen Alter ist alles »damals«, außer der Rente (wenn man welche kriegt (wenn nicht, auch)) und dem Tod), als sie die nur verliehen haben und man sie an der Kasse wieder zurückgeben sollte, was aber ein Trick war, damit die Leute sie klauen und die Dinger incl Ikea dadurch Kult werden. Shame on me und Gloria denen ihrem Marketing. 

Jetzt hab ich also diese Ikea-Tasche hier stehen, die gutealte, voll mit Schuhen der Pubertiere und probier die so nacheinander durch, dicke Socken, dünne Socken, drinnen, draußen und auch mal nen linken von diesem und nen rechten von jenem Paar und andersrum, man ( =ich) weiß ja nie und lerne dabei zum Weiteren, daß meine Füße nicht nur zu kurz für die gängigen Größen, weshalb ich keine Schuhe mehr vom Discounter kaufen kann, weil die mittlerweile bei Größe 42 anfangen und ich zwischen 39 und 41 brauch, die Kindergrößen aber bei 38 aufhören, das geht also auch nicht, sondern auch noch zu breit sind. Was hab ich eigentlich für Füße? 

Und noch was lern ich: was das gutealte Sprichwort bedeutet, daß man niemanden beurteilen soll, bevor man nicht mindestens einen halben Mond lang in seinen Mokassins gelatscht ist. 
Da mein ich zB bei den einen immer nach fünfzig Metern, daß ich X-Beine hab (nicht »x Beine«), bis mir nach hundert jedesmal klar wird, daß es wahrscheinlich O-Beine sind und sie durch die anderen Schuhe in ne normale Stellung gemittelt werden (oder hat einer der Pubertiere X-Beine? Ob ich mal frag?). Oder die anderen: da tut mir nach ner viertel Stunde die Hüfte weh (rechts, Familienerbstück). Oder bei den nächsten dünkt mir, daß ich so ein bissl nach vorn gebeugt bin, so wies die Geschwindschreiter immer tun, wenn sie geschwindschreiten (vor allem bei Kunstwissenschaftlern verbreitet und arg wichtigen Kunststudenten, damals wenigstens. Ob ich ne Berufsempfehlung aussprech?). »Undsoweiter«. 

Nur von den zwei Paar Stiefel paßt keins und das ist natürlich doof, aber wird ja eh Frühjahr jetzt. Womit ich also auch noch was zur kollektiven Endorphinakkumulation beigetragen hätt.

Bild: »Was hab ich eigentlich für Füße?«, 14,8x21cm, Rohrfeder, Tusche, Buntstift.

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31.12.25

Prost Neujahr!

Ja, Silvester … hab Wäsche abgehängt und zusammengelegt und das Bett frisch überzogen. Wie schnell doch so ein Jahr vergeht … (Scherz. Hab ich im Februar oder so gemacht). Dann zwei Toast gegessen, Kaffee gemahlen, derweil Wasser gekocht, blabla.

Heut vor nem Jahr haben sie mich grad aus der Krankenstation in der Reha freigelassen, wo mich ne massive Panikattacke beim Abendessen hingebracht hatte (nee, so schlimm war das Essen dann doch nicht). Ich saß da, konnt mich nicht mehr bewegen, innerlich hab ich getobt wie ein Tier, das die Käfigwände hochgeht, eine am Tisch hat das gesehen und gefragt, ob alles ok ist, weil ich »gar nicht gut« aussehen würd und ich konnt grad noch »Nee« flüstern. Am Tag vorher war der Typ neben mir beim Frühstück in den Teller gefallen (echt, der ist einfach nach vorne gekippt und lag dann mit der Nase im halben Wurschtbrötchen, die andere Hälfte hing ihm zum Mund raus) und wir dachten schon, er ist tot, war er aber nicht, sie haben ihn wieder hingekriegt und deswegen waren alle noch ein bissl aufgekratzt.
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27.12.25

Davos (Kindheitserinnerung)

»Schlittenberg« (Digitalzeichnung)

Kindheitserinnerung: Mit Wollfäustlingen (von der Uroma handgestrickt (wenn sie sich konzentriert hat und vor allem beim Stricken (obwohl sie’s blind konnte und auch dabei geredet hat), hat sie immer »gemümmelt« (mir fällt kein besseres Wort ein))(im Buffet (»Biffeh«) hatte sie eine schwarze Karaffe in Herzform mit Kirschlikör und manchmal hab ich ein Gläschen (mit Herzchen draufgemalt) davon gekriegt)) beim Schlittenfahren (Holzschlitten »Davos« (mit gedrehter Paketschnur dran (und je länger man unterwegs war, umso härter ist sie geworden)(und die Kufen immer gut mit Schnee abreiben, damit er schneller wird)) Schneebälle machen und dann hängen da irgendwann die Eisklumpen drin und die werden immer größer und man muß die Fäustlinge ausziehen und die Klumpen abknubbeln und die Hände spürt man eh seit Stunden nicht mehr, um den Hang kahle, schwarze Apfel- und Birnbäume und aus der Wiese stehen Grassoden raus, an denen man fies hängenbleiben kann, wenn man falsch gestartet ist und nicht vorher die Kurve kriegt, bis zum Schlittenberg waren’s gut zwanzig Minuten (ja, freilich zu Fuß) und mit jeder Minute Rückweg hat man mehr gefroren und dann ists schon dunkel und man kommt heim ins Warme und die Backen (vorne) glühen und dann gibt’s heißen Kaba und manchmal (aber eher selten) vielleicht ne Scheibe Hefezopf (evtl mit Butter (und evtl mit Erdbeergselz (von der Uroma selbergemacht))).

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25.12.25

Bestes Weihnachtsessen, wos gibt auf der Welt

Bestes Weihnachtsessen, wos gibt auf der Welt (Nachtrag von gestern). Ihr könnt mir echt den Buckel runterrutschen mit euren Ententitten, Garnelenkronen, Austern, Krehmbrülleh, Lachs und was weiß ich. 

Ok, ich würd die Ente und die Garnele und die Auster und den Schweinsbraten mit Spätzle und dreierlei Knödeln und Kroketten und Schnitzel mit Pommes und Hackbraten mit Kartoffelsalat, Sushi, Sauerbraten, Kräuterflädle in Rinderkraftbrühe, Hirschgulasch, Wildschweinbraten, Forelle auf Wiesenkräutern, Schweinelendchen in Madeirasauce, gefüllte Gans, Spargel mit Champagner-Orangen-Sauce (Riesling geht auch), Schweinskotelett mit schönem Fettrand, T-Bonesteak, Pilzgulasch usw usf etc pp et al auch nicht von der Tellerkante stoßen, aber eine Strafe muß ja mindestens sein, wenn man sich einen Beruf aussucht, der gesellschaftlich absolut keine Relevanz hat, außer die Leute für umme zu bespaßen (außer man ist ne Frau mit Puppengsichterl und/oder nicht dem Hauch von Selbstzweifeln) und sowas.

Aber Spiegelei mit Spinat und Bratkartoffeln rockt schon ziemlich. Noch besser wärs natürlich, wenn man (=ich) nicht dazu vor Augen und Hirn hätt, wie die Hühner leben, die Kartoffeln und der Spinat angebaut werden und daß der eigentlich das ist, was sie kurz vor Feierabend aus der Maschine kratzen und für 89 Cent verhökern, weils halt für was anderes nicht reicht. Unangenehm auch, daß man ständig den Drang hat, sich zu entschuldigen, daß man anderen mit seiner Armut auf den Wecker fällt und das auch noch zu Weihnachten, wo allen die Liebe und die Harmonie und der Friede und Huch! und Hach! und Oh! die Herzen groß und weit und erfüllt blabla. 

Aber Spiegeleier mit Spinat und Bratkartoffeln sind echt super, da gibts nix.

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23.12.25

Mars

Heut ist doch schon das Weihnachtsgeschenk gekommen, das ich mir dies Jahr gegönnt hab. Schön, gell? Vorgestern Nacht um vier bestellt und heut Mittag da. Warum die Post das nicht hinkriegt, frag ich mich auch. Da ist man froh, wenn was überhaupt ankommt und wenns nach ner Woche ist, gleich doppelt. Wobei das ja eigentlich so schlecht nicht ist, wenn man froh sein kann und ist und man kann gleich nochmal froh sein, daß das so ist und es nix extra kostet. Willkommen in der Frohseinwelt! Bewerten Sie hier Ihr Frohseinerlebnis! Wobei die einen ja nichtmal siezen, sondern gleich so unverschämt duzen.
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21.12.25

Viva la revolución!

Gemäß dem Titel meines neuen Buchs »Öfter mal das Unbekannte« hab ich heut mal was anders gemacht und nach dem Frühstück das Frühstücksgeraffel einfach stehen lassen (bis auf meine Haferflockenschüssel, die Kaffeetasse (die hab ich mit ins Atelier genommen, weil ich immer noch ne halbe Tasse (ja, natürlich Kaffee, was denn sonst?) übrighab), das Gselz (ich weiß, manche/r/s schreibts auch »Xelz«, mein Vadder zb (auch sone Differenz)) und die Wurscht und den Käs (wobeis ja grad wurscht wär, weils im Kühlschrank acht Grad und in der Küche neun hat, aber so ein Päckchen mit zweihundert Gramm Wurscht oder Käs reicht mir gut zwei bis drei Wochen und da zählt jedes Grad (vielleicht))). Da beginnt die Revolution – Hasta la victoria siempre! Viva la revolución! – das Private ist politisch! (Aber einfach wirds nicht, das sag ich euch!)

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(Auszug aus meinem Buch »Öfter mal das Unbekannte«)
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16.12.25

Baryl

Mannmann, bin ich müd. Vorhin um sechs hab ich erstmal gefrühstückt, das hab ich heut morgen nur schnell. Nach dem Frühstück, dem vorhin, war ich dann so richtig müd und bin hier ein paar Mal glatt & kurz weggepennt. Kein Mensch sollt gezwungen werden, um 7.30 aufzustehen oder früher und für Geld schon gar nicht und für den MD auch schon gar nicht und das zum zweiten Mal gar gar nicht. Dann hab ich von acht bis zehn gewartet und da kamse dann und kommen solltse zwischen acht und zehn.
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