31.12.25
Prost Neujahr!
Heut vor nem Jahr haben sie mich grad aus der Krankenstation in der Reha freigelassen, wo mich ne massive Panikattacke beim Abendessen hingebracht hatte (nee, so schlimm war das Essen dann doch nicht). Ich saß da, konnt mich nicht mehr bewegen, innerlich hab ich getobt wie ein Tier, das die Käfigwände hochgeht, eine am Tisch hat das gesehen und gefragt, ob alles ok ist, weil ich »gar nicht gut« aussehen würd und ich konnt grad noch »Nee« flüstern. Am Tag vorher war der Typ neben mir beim Frühstück in den Teller gefallen (echt, der ist einfach nach vorne gekippt und lag dann mit der Nase im halben Wurschtbrötchen, die andere Hälfte hing ihm zum Mund raus) und wir dachten schon, er ist tot, war er aber nicht, sie haben ihn wieder hingekriegt und deswegen waren alle noch ein bissl aufgekratzt.
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27.12.25
Davos (Kindheitserinnerung)
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| »Schlittenberg« (Digitalzeichnung) |
Kindheitserinnerung: Mit Wollfäustlingen (von der Uroma handgestrickt (wenn sie sich konzentriert hat und vor allem beim Stricken (obwohl sie’s blind konnte und auch dabei geredet hat), hat sie immer »gemümmelt« (mir fällt kein besseres Wort ein))(im Buffet (»Biffeh«) hatte sie eine schwarze Karaffe in Herzform mit Kirschlikör und manchmal hab ich ein Gläschen (mit Herzchen draufgemalt) davon gekriegt)) beim Schlittenfahren (Holzschlitten »Davos« (mit gedrehter Paketschnur dran (und je länger man unterwegs war, umso härter ist sie geworden)(und die Kufen immer gut mit Schnee abreiben, damit er schneller wird)) Schneebälle machen und dann hängen da irgendwann die Eisklumpen drin und die werden immer größer und man muß die Fäustlinge ausziehen und die Klumpen abknubbeln und die Hände spürt man eh seit Stunden nicht mehr, um den Hang kahle, schwarze Apfel- und Birnbäume und aus der Wiese stehen Grassoden raus, an denen man fies hängenbleiben kann, wenn man falsch gestartet ist und nicht vorher die Kurve kriegt, bis zum Schlittenberg waren’s gut zwanzig Minuten (ja, freilich zu Fuß) und mit jeder Minute Rückweg hat man mehr gefroren und dann ists schon dunkel und man kommt heim ins Warme und die Backen (vorne) glühen und dann gibt’s heißen Kaba und manchmal (aber eher selten) vielleicht ne Scheibe Hefezopf (evtl mit Butter (und evtl mit Erdbeergselz (von der Uroma selbergemacht))).
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25.12.25
Bestes Weihnachtsessen, wos gibt auf der Welt
Ok, ich würd die Ente und die Garnele und die Auster und den Schweinsbraten mit Spätzle und dreierlei Knödeln und Kroketten und Schnitzel mit Pommes und Hackbraten mit Kartoffelsalat, Sushi, Sauerbraten, Kräuterflädle in Rinderkraftbrühe, Hirschgulasch, Wildschweinbraten, Forelle auf Wiesenkräutern, Schweinelendchen in Madeirasauce, gefüllte Gans, Spargel mit Champagner-Orangen-Sauce (Riesling geht auch), Schweinskotelett mit schönem Fettrand, T-Bonesteak, Pilzgulasch usw usf etc pp et al auch nicht von der Tellerkante stoßen, aber eine Strafe muß ja mindestens sein, wenn man sich einen Beruf aussucht, der gesellschaftlich absolut keine Relevanz hat, außer die Leute für umme zu bespaßen (außer man ist ne Frau mit Puppengsichterl und/oder nicht dem Hauch von Selbstzweifeln) und sowas.
Aber Spiegelei mit Spinat und Bratkartoffeln rockt schon ziemlich. Noch besser wärs natürlich, wenn man (=ich) nicht dazu vor Augen und Hirn hätt, wie die Hühner leben, die Kartoffeln und der Spinat angebaut werden und daß der eigentlich das ist, was sie kurz vor Feierabend aus der Maschine kratzen und für 89 Cent verhökern, weils halt für was anderes nicht reicht. Unangenehm auch, daß man ständig den Drang hat, sich zu entschuldigen, daß man anderen mit seiner Armut auf den Wecker fällt und das auch noch zu Weihnachten, wo allen die Liebe und die Harmonie und der Friede und Huch! und Hach! und Oh! die Herzen groß und weit und erfüllt blabla.
Aber Spiegeleier mit Spinat und Bratkartoffeln sind echt super, da gibts nix.
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23.12.25
Mars
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21.12.25
Viva la revolución!
Gemäß dem Titel meines neuen Buchs »Öfter mal das Unbekannte« hab ich heut mal was anders gemacht und nach dem Frühstück das Frühstücksgeraffel einfach stehen lassen (bis auf meine Haferflockenschüssel, die Kaffeetasse (die hab ich mit ins Atelier genommen, weil ich immer noch ne halbe Tasse (ja, natürlich Kaffee, was denn sonst?) übrighab), das Gselz (ich weiß, manche/r/s schreibts auch »Xelz«, mein Vadder zb (auch sone Differenz)) und die Wurscht und den Käs (wobeis ja grad wurscht wär, weils im Kühlschrank acht Grad und in der Küche neun hat, aber so ein Päckchen mit zweihundert Gramm Wurscht oder Käs reicht mir gut zwei bis drei Wochen und da zählt jedes Grad (vielleicht))). Da beginnt die Revolution – Hasta la victoria siempre! Viva la revolución! – das Private ist politisch! (Aber einfach wirds nicht, das sag ich euch!)=====
(Auszug aus meinem Buch »Öfter mal das Unbekannte«)
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16.12.25
Baryl
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12.12.25
Delta Nil
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| Evtl ne grüne Kartoffel mit blauem Hütchen in der Wüste oder am Strand, auf dem Hütchen steht »G« (aus Sachsen?) und sie hat irgendwas vorne dran. |
Aber erstmal Stiefel aus und dann Kaffee und eine rauchen. Ich versteh echt die Leute nicht mehr, die keine zehn Minuten ohne Kippe sein können. Aber das sind auch oft so Psychodinger. Da drückt irgendwas von innen und dann muß man was tun, damit das nachläßt und nicht irgendwo rauskommt. Und irgendwie. Dürfen sie in entsprechenden Anstalten ja auch, wenn ich recht informiert bin, wobei ich mirs andrerseits auch wieder nicht vorstellen kann, weil rauchen kommt ja in unsrer Leuchtenden Gesellschaft™ gleich nach dem Beelzebub, aber bei der einen, mit der ich mal näher zu tun hatte, war das auf jeden Fall so und die war noch nicht mal in der Obhut eines solchen Etablissements, dabei wärs arg nötig gewesen. Aber die lief draußen rum und hat geraucht und die Leute schalu gemacht, vor allem mich. Aber das ist ne andere Geschichte.
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10.12.25
Belichtung
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08.12.25
Der Dämon
Manchmal merk ich, wie besessen ich schon von diesem bürgerlichen Dämon bin und mir wird bang*.
Neulich hat der Nachbar (nicht der, der andere) drüben Laub zusammengerecht und ich hab mich schon gewundert (erstes Aufscheinen des Dämons). Dann hat er aufgehört, obwohl noch Laub rumlag, ich dachte »Jo …« (zweites Aufscheinen des Dämons) und er hat den Rechen an den Baum gelehnt. Da dachte ich zwar nix, aber der Dämon zeigte sich trotzdem, irgendwo in einer meiner vielfältigen und -gestalten Ecken und Winkeln (da zeigen sich Dämonen und Geister ja öfter mal und wohnen da auch ab&an, dann sehen die Ecken dunkel aus und wie von einem leicht rauchigen Nebel umflort. Achtet mal drauf). Dann ging er weg, der Nachbar und wieder hob der Dämon das Haupt. Vorhin guck ich zum Fenster raus und seh, daß der Rechen immer noch da steht und diesmal lachte er noch dreckig, der Bürgerdämon. (Man (=ich) muß dazu sagen, daß die Nachbarn (die, nicht die anderen, meisten) schon auch ein bissl von dem Dämon besessen sind, aber nicht gar so, deswegen läßt zb er, der Nachbar, da auch den Rechen stehen. Gottseidank!)
Nachher guck ich dann wieder zum Fenster raus (nicht zu dem, zum anderen, hinten) und der Dämon faucht und brüllt und hat schon solche Zähne und gleich fängt aber auch ein andrer an und kriegt sich kaum noch ein: »Siehste?!«. Das ist mein Künstlergeist und Exorzist.
Dann meint er: »Kennst du die Stimme vom Dämon?«
»Ja, die kenn ich, nur zu gut.«
»Das ist nicht seine – das ist die vom Dämon.«
So exorziert man über Generationen.
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*Dieses Wort spricht man deutsch aus, liebe Kinder. Es kommt von »bange«.
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(Auszug aus meinem Buch »Öfter mal das Unbekannte«)
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01.12.25
Zufall?
Startkapital waren 8000$, für die Hugh Hefner einen Teil seiner Möbel verkauft und ein Darlehen von 1000$ von seinen Eltern erhalten hatte, die allerdings wenig vom Heftinhalt wußten. Produziert wurde das Magazin in Hefners Wohnung, größtenteils am Küchentisch (so sagt man).
Star und »centerfold« der ersten Ausgabe war die junge Marilyn Monroe. Vier Jahre vorher hatte sie, noch unbekannt, die Aufnahmen für 50$ von einer Kalenderfirma machen lassen, um ihre Miete bezahlen zu können. Sie wurden nie gedruckt, bis Hefner die Nutzungsrechte für 500$ gekauft und sie, wohl ohne Marilyns Wissen, im ersten »Playboy« veröffentlicht hatte.
Von den 70000 Exemplaren der Startauflage wurden knapp 55000 Hefte zu 0,50$ verkauft. (Konnte leider nicht ermitteln, was eins der ersten Ausgabe heut kostet)
Von 1970 bis 1985 gabs die Hefte auch in Brailleschrift (sic!). (Die Fotos als Prägedruck? (Anm. d. V.))
Den ersten deutschen »Playboy« gabs dann 1972, drei Jahre nach Herrn Scherls Geburtstag. Zufall?
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