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04.11.09

Chinesische Wettermacher ziehen Zorn auf sich

Schneesturm
Chinesische Wettermacher ziehen Zorn auf sich
Eigentlich wollten die staatlichen Wettermacher in Peking eine Dürreperiode beenden. Heraus kam allerdings ein Schneesturm, der die Hauptstädter bibbern ließ.


Mit dem von ihm künstlich ausgelösten Schneesturm über Peking provozierte das staatliche chinesische Amt für Wetterbeeinflussung frostige Reaktionen: Nachdem die Regierungswissenschaftler am Sonntag mehr als 16 Millionen Tonnen Schnee über der Hauptstadt fallen ließen, saßen Millionen von Bewohnern bibbernd in ihren ungeheizten Wohnungen, Dutzende Flüge fielen aus, auf den Straßen staute sich der Verkehr, wie die „China Daily“ am Mittwoch berichtete.

Das Wetter-Änderungsamt habe in der Nacht zum Sonntag riesige Mengen Chemikalien in die Wolken geschossen, um den Schneefall auszulösen. Mit den Schneefällen solle gegen die anhaltende Dürre in der Hauptstadtregion vorgegangen werden. Der plötzliche und frühe Schnee habe Peking jedoch unerwartet getroffen: In den meisten Gebäuden seien die Heizungen noch nicht eingeschaltet, da die Heizperiode offiziell erst am 15. November beginnt.

„Willkürliche Regierungsentscheidung“
200 Flüge fielen dem Bericht zufolge aus, Tausende Passagiere saßen fest. Zudem gab es zahlreiche Verkehrsunfälle auf verschneiten Straßen und Stromausfälle. Die „willkürliche Regierungsentscheidung“ habe gegen die Interessen der Bevölkerung verstoßen, kritisierte die Zeitung. Mögliche Gefahren durch die Wetterbeeinflussung müssten besser berücksichtigt werden.

Chinesische Wissenschaftler arbeiten seit Jahren an Methoden, das Wetter zu beeinflussen und Regen nach Wunsch auszulösen. Vor den Feiern zum 60. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik am 1. Oktober waren über Peking Tonnen von Chemikalien versprüht worden, um unerwünschte Regenwolken zu vertreiben.

http://www.focus.de/panorama/welt/schneesturm-chinesische-wettermacher-ziehen-zorn-auf-sich_aid_451207.html/?mobile=no

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